Marokko Reisetagebuch Tag 3

26.4.2016

Unsere erste Nacht in der Steinwüste war um ehrlich zu sein nicht sehr erholsam. Wir standen mit der Sonne um ca. 7:00 Uhr auf und bekamen direkt unser Frühstück serviert, während die Kamelführer die Zelte abbauten und die Kamele beluden.

Übrigens: die Berber lieben ihre Kamele. In der Nacht dürfen die Kamele sich frei bewegen und werden am nächsten Morgen wieder zum Lager getrieben.

Wir wanderten ca. 3-4 Stunden von Steinhaufen zu Steinhaufen. Irgendwann kamen uns lauter Ziegen entgegen und Mohammed erklärte uns dass wir heute am Lager seiner Familie bleiben würden.

DSCN2984

Das Lager der Familie war ein Halbkreis aus aufgeschichteten Steinen, welche teilweise mit einer Zeltplane abgedeckt war und welches den Wohn- und Schlafbereich darstellte. Aufgestützt war die Plane auf Stöcken. Schräg gegenüber des Wohnbereiches war die Küche, ein kleiner Steinhaufen mit Stroh überdacht, in welchem ein kleiner Lehmhaufen mit einem Loch darin war und als Ofen diente.

DSCN2995DSCN2994DSCN2993

Übrigens: die Frauen der Familie schlafen und essen getrennt von den Männern. Der Wohn- und Schlafbereich war mit einer kleinen Mauer aus Decken unterteilt.

Mohammeds Vater, ein alter Berber mit Turban und langem Gewand, bot uns Tee an und wir durften sogar im Bereich der Männer sitzen. Wir saßen lange bei ihm und er brachte uns für ihn wichtige Worte in der Berber Sprache bei wie Rhabus (Blasebalk). Die Berber haben eigentlich eine Hyroglyphen-Schrift mit Zeichen, da wir diese aber nicht konnten schrieben wir die Worte so auf dass wir sie auch aussprechen konnten.

DSCN2997

Nach dem Mittagessen in unserem Lager lungerten wir auf unseren Matratzen und machten einfach nichts-wie wir das die nächsten Tage auch beibehalten würden.

DSCN2998

Gegen 15 Uhr wanderten wir ca 2 Stunden das Tal entlang. Wir gingen über Felsen auf den Berg und gingen am Bergkamm entlang. Dort fanden wir Massen von Bergkristallen und uns packte das Sammelfieber. Nach einiger Zeit stiegen wir wieder vom Berg ab und Mohammed zeigte uns Höhlenmalereien welche sein Vater vor 8 Jahren entdeckt hatte. Die Forscher waren bisher jedoch auf kein Ergebnis gekommen, wie alt diese Malereien wohl sind, es lässt sich nur sagen dass sie sehr sehr alt sind.

Auf dem Rückweg kamen wir an einem Brunnen vorbei, an welchem ein kleines Mädchen mit einem Esel und einem Zicklein Wasser holte. Auf unserem Rückweg zum Lager sahen wir, dass in diesem Tal eine weitere Familie ihr Lager aufgeschlagen hatte, ebenso einfach wie Mohammeds Familie.

Am Abend waren wir wieder bei Mohammeds Vater zum essen eingeladen. Es gab das traditionelle Gericht „Taijin“, ein Tontopf in welchem Gemüse gegart wird und welches man dann mit Fladenbrot isst. Nach dem Tee war es auch schon wieder Zeit zum schlafen gehen und wir kuschelten uns in unsere Schlafsäcke.

Übrigens: Die Nächte in der Sahara sind ziemlich kalt, weshalb wir immer mit Thermo Unterwäsche, Pullover, 2 Leggings, Fleecejacke, Mütze und Schal schliefen. Außerdem deckten wir unseren Schlafsack noch zusätzlich mit einer Wolldecke zu.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s