Marokko Reisetagebuch Tag 4

27.3.2016

An diesem Morgen packten wir recht spät unsere Zelte zusammen, erst gegen 9:30 wanderten wir los durch das Tal Richtung Westen. Da ich am Tag vorher nur 30 Minuten auf einem der Dromedare geritten war, ritt ich an diesem Tag ca. 2 Stunden bis wir vor einem Steilen Fels Hang stehen blieben und uns unsere Kamelführer erklärten dass wir an diesem steilen Stück über die Steinhänge nicht reiten konnten. Wir stiegen ab und wanderten den Hang hinter den Kamelen her hinauf. Ich wusste nicht dass Kamele so Gelände-sichere Tiere sind. Der Schmale Pfad war überhaupt kein Problem für die Tiere, trotz den Steinbrocken die den Weg bedeckten.

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Als wir über den Berg waren, sahen wir endlich die lang ersehnte Sandwüste, sie lag in einer Schönheit und Endlosigkeit vor uns und ich bereute zum ersten Mal dass ich meine SLR-Kamera nicht eingepackt hatte.

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Wir wanderten noch ca. 40 Minuten weiter und machten mitten in den heißen, von der Sonne schwarz gefärbten Steine rast.
Nach dem Mittagessen erklärte unser Kamelführer auf Französisch dass wir noch „um die Ecke“ gehen würden. Um die Ecke war im Endeffekt 4.5 Stunden entfernt und ich stieß wirklich an meine Grenzen.

 

Was ich in Marokko nicht hatte war Orientierung und vor allem ein Gefühl für Strecken. Das wandern durch die steinigen Teile der Sahara war eine Geduldsprobe, wir dachten nach dem nächsten Berg würden wir endlich Sand unter den Füßen haben, leider folgten diesem Berg noch weitere 4 Berge. Nach gefühlten 6 Stunden und 50 Grad waren wir endlich am Nachtlager angekommen.

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Wir bekamen zuerst Tee und Wasser, während unsere Kamelführer die Zelte aufbauten.

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Danach wurde das Abendessen gekocht und uns fielen zum ersten Mal die ca. 1.5 CM großen, schwarzen Käfer auf, welche sich auf einmal aus dem Sand buddelten und plötzlich wieder verschwunden waren. Ziemlich eklig, ich habe ich Nachhinein herausgefunden dass es sich um Skarabäen handelte, heilige Käfer. Wir fanden sie trotzdem ziemlich eklig und ich war auch nicht mehr scharf darauf Barfuß im Sand zu gehen.

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Heiliger Pillendreher

 

Am Abend hörten wir lautes Heulen, wir dachten dass es aus den Bergen käme und rätselten was es sein könnte. Nach Überlegungen über Wölfe, Hyänen oder anderen Wüstenfüchsen wurde es uns irgendwie unheimlich und wir fragten unsere Kamelführer. Sie grinsten und erklärten dass es die Dromedar Fohlen seien welche nach ihren Müttern rufen. Hallo Fettnäpfchen, die Touristen wieder.

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