Marokko Reisetagebuch Tag 5

An diesem Morgen wachten wir schon um 6:30 von der aufgehenden Sonne auf und bereits um 9:00 Uhr war es richtig heiß, ich schätze um die 25 Grad. Wir wanderten direkt zum nächsten Lagerplatz, da unser Kamelführer krank geworden war. Ich musste die komplette Strecke laufen da ich mir auf dem Kamel die Oberschenkel aufgeschürft hatte und diese brannten wie Feuer. Ich rate euch an dieser Stelle von ganzem Herzen: trinken, trinken, trinken! Auch wenn das Wasser warm ist! Das habe ich an diesem Tag nämlich viel zu wenig und wäre fast zusammen geklappt.

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Ich-zum Glück sieht man von meinem Gesicht nichts! 

Unser Lager befand sich neben einer großen Düne, trotzdem konnte man die Steinberge noch sehen. Wir lagen den ganzen Nachmittag im Schatten der Zelte, gegen Nachmittag gingen die anderen auf die Düne, ich blieb jedoch im Schatten, schrieb Tagebuch und ruhte mich etwas aus, die Hitze machte mir echt zu schaffen.

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Unsere Guides beim abladen der Kamele

Gegen Abend, als die Sonne langsam hinter den Dünen verschwand und die Sahara in ein wunderschönes orangenes Licht legte, stieg auch ich auf die Dünen und fand gefallen, Barfuß einen Sonnenuntergangs Spaziergang durch die unendliche Weite der Sahara zu machen. Ich genoss die Ruhe und die entspannte Atmosphäre und mir wurde an diesem Abend eigentlich erst richtig Bewusst wie wichtig es ist, Zeit zu haben und sich für bestimmte Dinge auch Zeit zu nehmen. Zuhause gehe ich, auch jetzt nach meiner Reise, nie ohne Terminkalender aus dem Haus. Dort wusste ich nicht einmal mehr welche Uhrzeit wir eigentlich hatten. Das Lag aber viel mehr daran, dass wir 5 Geräte mit unterschiedlichen Uhrzeiten dabei hatten. Das spielte jedoch keine Rolle. Wir hatten Zeit.

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Wandervögel

An diesem Abend gab es „Wüstenbrot“. Das Wüstenbrot ist ein einfacher Hefeteig. Wir machten ein Feuer und warteten bis es zur Glut herunter gebrannt war. Dann schoben wir die Asche beiseite, legten den Teig in den heißen Sand und bedeckten ihn wieder mit Sand und Asche. So wurde der Teig ca. 15 Minuten gebacken und wieder herausgeholt. Ich war anfangs skeptisch aber am Brot war kein einziges Sandkorn oder Asche und es schmeckte unbeschreiblich gut!

In dieser Nacht fanden wir heraus dass sich die großen Käfer nur im Sonnenaufgang und der Dämmerung ausbuddeln, weshalb ich in dieser Nacht einigermaßen schlafen konnte. Bis auf die Tatsache dass sich 2 Kamele direkt gegenüber von meinem Schlafplatz in der Nacht bissen und kämpften konnte ich auch relativ gut durchschlafen.

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