Marokko Reisetagebuch: Tag 8 & 9, Stadttrip auf eigene Faust!

An diesem Morgen wurden wir um 11 von Ibrahim, dem Taxifahrer der uns bereits nach Zagora gefahren hatte, wieder nach Marrakesch gebracht. Dieses Mal brauchten wir leider fast 8 Stunden und waren daher erst gegen 20 Uhr in unserem neuen Riad, dem Riad Sherazade.

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Wir unternahmen an diesem Abend nicht mehr viel. Der Besitzer des ersten Hotels kam vorbei und brachte uns unsere Reisepässe und unser gesamtes Geld, welches wir am 2. Tag im Safe lassen mussten, zurück. Wir gingen in ein Restaurant und bestellten uns etwas zu essen, schlenderten noch ein bisschen durch den Souk und gingen früh schlafen.

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Die Nacht war leider nicht besonders erholsam, da die feuchte Luft nach und nach die Bettwäsche und Kleider durchnässte und wir froren wie in den kalten Sahara-Nächten. Um halb 6 rief der Muezzin der Moschee, die direkt neben dem Riad stand und wir waren wach. Um 9 quälten wir uns aus den Betten und gingen erst einmal duschen um uns aufzuwärmen.

Wir holten uns auf dem Souk Brot und Früchte und suchten uns einen ruhigen Platz neben der Koutoubia-Moschee und frühstückten, denn in Marokko isst man nicht in der Öffentlichkeit, wenn einen jeder sehen kann.
Unser erstes Ziel war die Koutoubia Moschee von außen, der Zutritt ist nur Muslimen gestattet, was wir auch für angebracht hielten. Sie ist die größte Moschee in Marrakesch und auch eine der ältesten Marrakeschs. Sie wurde in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. (Siehe Wikipedia).

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Unser zweites Ziel war das „Ensamble Artisinal“, ein Markt, in welchem man nicht mit den Verkäufern verhandeln kann. Hier bekommt man Souk-Ware zum Festpreis. Ich kaufte mir eine schöne Kette, welche ich ab diesem Moment mit der Kette von meinem Freund ständig getragen habe.

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Wir gingen weiter und gelangten in die hinteren Teile des Souks, in welchen sich keine Touristen mehr verirrten. Wir konnten dort in Ruhe durch die Gassen schlendern, keiner sprach uns an und wollte uns etwas aufschwatzen. Alle waren freundlich und alles andere als aufdringlich.

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Inmitten dieser Gassen fanden wir das Henna Cafe, nach welchem wir suchten. Auf einer kleinen Dachterrasse tranken wir Cola und Smoothies und ließen uns von einer jungen Frau die schönsten Henna Muster auf die Hände malen.

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Wir waren total begeistert, denn wir hatten uns im Internet die anspruchsvollsten Motive ausgesucht, die junge Frau malte diese jedoch mit einer Leichtigkeit innerhalb weniger Minuten auf unsere Hände, dass wir total baff waren!

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Übrigens verwendet das Cafe nur unbehandeltes, natürliches Henna welches aus nachhaltigem Anbau einer Frauen initiative stammt! Das war für uns ein Grund mehr, noch eine Packung Henna Pulver zu kaufen.

Nachdem wir uns ca. 2 Stunden im Henna Cafe aufgehalten hatten, machten wir uns auf die Suche nach der berühmten Koranschule. Wir irrten 2 Stunden durch die Gassen des Souks, kauften Souvenirs wie Teller und passende Schalen und ich kaufte 3 orientalische Lampen, ich liebe diese Lampen! Meine Schwester kaufte Rosenwasser und wir besorgten Pralinen und Kekse vom Straßenrand als mitbringsel. Auf dem Foto seht ihr übrigens noch das Henna meiner Schwester 🙂

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Nach ewiger, erfolgloser Suche setzten wir uns in ein Cafe und stärkten uns ein wenig. Aus Interesse fragten wir die Bedienung nach der Koranschule. Sie erklärte uns, dass wir eigentlich nur um die Ecke gehen müssten. Wir waren die ganze Zeit um die Koranschule herum gelaufen und hatten sie nicht gefunden. Also konnten wir unser letztes Ziel doch noch erreichen und gingen natürlich direkt dorthin.

 

 

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Gegen 19 Uhr waren wir fix und fertig am Riad zurück und legten uns erst einmal für eine Stunde ins Bett. Gegen 20:30 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg zum Platz del Fnaa, um uns noch ein bisschen die Touri-Meile anzuschauen.
An dieser Stelle habe ich einen Appell an ALLE, die nach Marrakesch reisen: BITTE UNTERSTÜTZT WEDER DIE SCHLANGENBÄNDIGER, NOCH DIE MÄNNER, DIE MIT KLEINEN ÄFFCHEN AN HALSBÄNDERN FOTOS FÜR GELD MACHEN MÖCHTEN!!! KAUFT LIEBER DEN TEMPO-VERKÄUFERINNEN 3 PÄCKCHEN TEMPOS AB…

Wir holten uns an einem der Stände etwas zu essen und beobachteten das bunte Treiben auf dem Platz. Gegen 23 Uhr gingen wir zurück ins Riad und packten schon einmal unsere Taschen, denn am nächsten Morgen wollten wir vor der Heimreise noch den Palais de la Bahia besichtigen.

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