Marokko: Mein Fazit ♥

Das hier wird mein letzter, abschließender Beitrag zu meiner Marokko Reise sein. Ich möchte euch noch sagen, wie mich die Reise verändert hat und was ich besonders toll fand.

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Zugegeben bin ich mit einem mulmigem Gefühl nach Marokko geflogen, denn ich wusste nicht was auf mich zukommen würde.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich jederzeit wieder nach Marokko reisen würde, dann aber mit meinen Eltern und meinem Freund, denn diese habe ich unglaublich vermisst!

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Trotzdem war diese Reise eine unbeschreibliche Reise und tolle Erfahrung, denn niemand kann einem diese Eindrücke nehmen, die man sammelt, wenn man auf eigene Faust unterwegs ist.
Nie würde ich eine Pauschalreise in ein so geheimnisvolles Land buchen, denn du wirst nur von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit transportiert und kommst weder mit einheimischen, noch mit anderen Sitten in Kontakt.

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Viele Menschen aus meinem Umfeld waren schockiert, dass wir, 3 Frauen, alleine nach Marokko reisen wollten und dann auch noch auf eigene Faust. Horror Storys wie „die ziehen euch ab!“ oder „nicht dass ihr an gegrabscht werdet!“ durfte ich mir von wirklich vielen Menschen anhören. Ganz ehrlich: glaubt nicht an Klischees und Vorurteile. Wir wurden kein einziges Mal beklaut, an gegrabscht oder etwas in dieser Art. Im Gegenteil. In Marokko hatte ich abends im Souk weniger Angst als hier in Deutschland in größeren Städten! Klar versuchen die Menschen dort irgendwie an Geld zu kommen, manche Verkäufer sind auch penetrant, aber man darf auf keinen Fall vergessen, dass wir für diese Menschen unglaublich reich und wohlhabend sind. Alles in allem muss man als Frau wirklich KEINE Angst in Marokko haben.

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Wir haben viele Menschen kennen gelernt, einen Tag bei einer Nomaden Familie verbracht und gelebt wie die Nomaden. Wir haben die hintersten Ecken des Souks gesehen, die bei weitem nicht so sauber und geordnet waren wie diese, in denen sich die Touristen aufhalten.

Aber wir konnten dafür mit Menschen sprechen, konnten Menschen eine Freude machen indem wir etwas bei ihnen gekauft haben, konnten fotografieren und ihnen von unserer Welt berichten.

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Und ich habe gelernt, dankbar zu sein. Dankbar für das luxuriöse Leben, welches wir hier in Deutschland führen und das sollten wir jeden Tag sein: Dankbar, gesund zu sein, dankbar, einfach zum Arzt gehen zu können und vor allem: uns im Supermarkt aussuchen können, was wir heute essen möchten.
Ich hoffe, euch hat mein Reisetagebuch gefallen und ihr habt ein paar Eindrücke gewinnen konntet. Die schönsten Fotos werdet ihr noch auf Instagram sehen können, folgt mir auch auf Instagram: lileosa ♥

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Hotel Review: Hotel Sherazade Marrakech

Unser Hotel, in welchem wir zuletzt und am längsten waren, war das Hotel Sherazade.

Lage: Auch dieses Riad lag mitten im Souk von Marrakesch. Zu Fuß sind es ca. 3 Minuten bis zum Platz del Fnaa. Auch hier sind viele Moscheen im Umkreis, weshalb es morgens eher laut wird.

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Zimmer: Unser Zimmer war im Erdgeschoss des Riads. Da dieses Riad kleiner und mehr bepflanzt war, haben wir ohne Licht auch am Tag nichts gesehen. Das nicht so praktische daran war, dass das Licht erst am Abend ging. Wir mussten morgens leider im Dunkeln in unseren Taschen wühlen. Jedes Zimmer hat ein eigenes Badezimmer, hier funktioniert das Licht auch am Tag. Da auch hier kein Fenster nach außen geht, ist eine Lüftung vorhanden.
Auch hier bekamen wir ein drittes Bett in unser Zimmer gestellt. Die Betten waren groß und mit vielen Kissen hergerichtet, leider waren die Decken sehr, sehr dünn und wir erkälteten uns in der Nacht, da die Luftfeuchtigkeit wirklich unerträglich hoch war und alles feucht wurde.

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Sauberkeit: An der Sauberkeit kann ich nichts bemängeln. Die Zimmer wurden jeden Tag geputzt und die Betten frisch gemacht. Auch das Badezimmer wurde geputzt und wir bekamen frisches Wasser aufs Zimmer.

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Service und Personal: Das Personal war wirklich sehr freundlich. Leider stritten sich die Mitarbeiter einmal auf dem Gang, was also alle Hotel Gäste mitbekamen und ich ziemlich unhöflich fand, vor allem weil es um 23:30 in der Nacht war. Der Service war in Ordnung, jedoch nicht zu vergleichen mit dem des ersten Riads.

Essen: Wir haben in diesem Riad nie gegessen, weshalb ich euch nichts darüber sagen kann.

Fazit: In dieses Riad würde ich nicht noch einmal gehen. An sich war es in Ordnung, aber die Tatsachen, dass die Zimmer wirklich sehr dunkel sind, die Betten zwar hunderte Kissen aber nur eine sehr dünne Decke haben und das Personal sich vor den Gästen streitet, haben mich eher abgeschreckt. Wir haben bewusst mehr Zeit im Souk als im Riad verbracht. Ich kann euch dieses Riad leider nicht empfehlen, auch wenn ich im Internet viel Positives gelesen habe kann ich das leider nicht bestätigen.

Auch hier habe ich alle Fotos der Homepage verwendet!

Marokko Reisetagebuch: Tag 7, endlich wieder im Hotel!

 

An diesem Morgen wurden wir um 9 Uhr mit einem Jeep abgeholt, welcher uns nach Zagora brachte. Wir waren davon ausgegangen, wie auf dem Hinweg nach ca. 1-2 Stunden in Zagora zu sein, bis uns der Jeep Fahrer erklärte dass wir 60 Km durch die Steinwüste fahren würden. Im 2. Gang, mit höchstens 30 Kmh. Also tuckelten wir los. Irgendwann kamen wir auf eine Art „Hauptstraße“ der Wüste, welche genauso unwegsam wie der Weg dorthin war, jedoch kamen uns plötzlich ständig Jeeps mit Touristen entgegen. Erst hier bemerkten wir, dass wir ganz und gar nicht einsam und allein gewesen waren, denn nah jeder 3. Düne war eine Karawane oder ein Zeltlager zu sehen. Erstaunend, dass wir niemandem begegnet waren.

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Nach ca. 4 Stunden Fahrt kamen wir in unserem Hotel an, dem „Jardins du Draa“. Nach unserer langen Tour freuten wir uns besonders, endlich wieder duschen zu können! Wir richteten uns und ruhten uns etwas in unseren Betten aus, bevor uns Hafid wieder am Hotel Eingang abholte, um mit uns auf den Markt von Zagora zu fahren.

Im Auto warteten auch wieder unser Taxifahrer, welcher uns von der Wüste nach Zagora gebracht hatte, sowie ein Freund von Hafid. Wir fuhren an den Stadtrand von Zagora und schlenderten mit Hafid über den Markt, der eigentlich nur von Einheimischen besucht wird. Dementsprechend waren auch die Stände: das Obst und Gemüse lag auf dem sandigen Boden, alles war total einfach und erinnerte ein bisschen an das Mittelalter. Da die Menschen dort für Fotos oft Geld verlangen konnte ich hier leider nicht richtig fotografieren. Dieses eine Foto zeigt ein bisschen, wie es auf diesem Markt aussah.

Nach unsere Führung über den Markt brachte uns unser Taxifahrer zu einem Imbiss am Straßenrand, welcher sehr gut sein sollte. Wir aßen einen Salat und beobachteten einfach die Menschen um uns herum.

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Zurück im Hotel wollten meine Schwester und ich in den Pool springen. Wir zogen uns um und sprangen in den Pool, hielten es aber keine 20 Sekunden im Wasser aus, da dieses so unglaublich kalt war. Die Hotelbesitzer schauten total verdutzt, denn in Marokko war zu dieser Zeit noch Frühlingsanfang, und 30 Grad sind dort total kalt. Generell saßen alle Menschen dort in Fleecejacken und Mäntel herum, während wir total luftig herumliefen.

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In Zagora fiel mir besonders der Kleidungsunterschied auf. In Marrakesch konnten wir uns auch in Leggings und Tshirt bewegen, in Zagora hatten wir keine einzige Frau gesehen, die nicht verschleiert war. Dementsprechend zogen wir uns auch eher weit und verdeckt an, man muss ja nicht mit aller Gewalt auffallen.

Am Abend waren wir bei Hafid Zuhause zum Kochen eingeladen. Mit uns kamen noch zwei andere deutsche Frauen, welche von einer anderen Tour gekommen waren. Hafid holte uns gegen 18 Uhr am Hotel ab und wir gingen zu Fuß durch die verwinkelten Gassen von Zagora. An Jeder Straßenecke standen Kinder und riefen: „Bonjour! Le Stylo!“ Sie meinten damit, dass wir ihnen einen Stift schenken sollten. Teilweise folgten uns ganze Kinderscharen, bis Hafid sie freundlich aber bestimmt auf Arabisch bat, zu gehen.

An einer anderen Straßenecke schenkte uns ein Junge 2 aus Schilf geflochtene Gazellen, wir nahmen sie an und gaben dem Jungen 4 Dirham. Man soll bettelnden Kindern eigentlich nichts geben, denn so werden sie zum Betteln erzogen. Auch bei den Älteren Menschen wird das Betteln nicht gerne gesehen und die bettelnden Kinder werden sofort von den älteren beschimpft, in diesem Falle wollten wir jedoch das Geschenk nicht ablehnen und auch nicht nichts zurückgeben, dass es eine Masche war, war uns trotzdem bewusst.

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Hafids Haus war ein großes, graues Gebäude. Ein langer, dunkler Gang führt um die Ecke in den Hinterhof, in welchem er seine Schafe hielt. Entlang dem Gang waren ca. 8 Zimmer, das größte ohne Türe war das Wohnzimmer, ausgestattet mit einem kleinen Fernseher, ein paar Decken und Kissen sowie ein Gaskocher und das Teegeschirr. Die anderen Türen waren entweder verschlossen oder kleine Nebenräume. Die Toilette befand sich hinter einem Vorhang und die Küche war ebenfalls ein kleiner Raum ohne Türe. Die Fenster der einzelnen Zimmer zeigten jedoch nie nach draußen, sondern nur in den Gang des Hauses.
Wir schnitten das Gemüse klein und setzten uns dazu in den Gang auf den Boden. Irgendwann kam Hafids Mutter mit ein paar Freundinnen nach Hause. Sie grüßte uns und ging mit ihren Freundinnen ins Wohnzimmer, Hafid eilte hinterher und kochte sofort Tee für die Damen. Wir mussten lachen, da wir als Gäste im Gang saßen und kochten und die Hausbesitzer Tee tranken, dieses Bild werde ich nie vergessen!

Hafid machte das Essen, die Taijin, fertig und wir setzten uns zu den Frauen ins Wohnzimmer. Im Fernsehen lief eine Arabische Seifenoper, like Gute Zeiten schlechte Zeiten und die Frauen amüsierten sich köstlich über die schlägereien zwischen den Eifersüchtigen Männern. Eine Frau erzählte meiner Tante die ganze Zeit etwas auf arabisch, auch wenn meine Tante kein Wort verstand, war es wirklich lustig und unterhaltsam.
Die Frauen gingen nach einer Weile, wir unterhielten uns mit Hafid auf Englisch und mit seiner Mutter soweit es ging in Zeichensprache oder per Übersetzung von Hafid, bis das Essen fertig war. Danach gab es essen und Hafid und seine Mutter waren völlig überrascht, dass wir nur die Hälfte der Taijin geschafft hatten.

Gegen 22 Uhr brachte Hafid uns zum Hotel und wir verabschiedeten uns von ihm und bedankten uns für die tolle Tour, denn am nächsten Morgen würde es für uns wieder zurück nach Marakesch gehen.

Marokko Reisetagebuch: Tag 6, letzter Trekking-Tag und über die Organisation ♥

Auch an diesem Morgen wurden wir früh von der Sonne geweckt. Wir frühstückten und fütterten wie jeden Morgen die Kamele mit den Orangen Schalen.
Die Guides sattelten die Kamele und es ging los, eine Düne nach der anderen. Stundenlang. Unsere Orientierung war völlig verloren gegangen, weil wirklich alles gleich aussah.

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Wir wanderten bzw. ritten ca. 3 Stunden und machten im Schatten der vereinzelten Nadelbäume zwischen den Dünen Rast.DSCN3146

Nach einer ausgiebigen Mittagsruhe ritten wir noch einmal 2,5 Stunden bis zu unserem Nachtlager, welches sich wieder am Rande der Sandwüste befand. An unserem letzten Abend in der Sahara machten wir wieder Musik mit unseren Guides und lernten ihnen schwäbisch.

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Über die Trekking-Organisation:

Die Philosophie dieser Organisation besteht darin, Touristen auf Wege zu führen, die nicht jeder sieht. Sie möchten etwas einzigartiges bieten, und wirklich etwas von ihrem Leben und ihrer Welt zeigen.

Das Tolle an dieser Organisation ist, dass nur Nomaden die Touren leiten dürfen, natürlich mit ihren eigenen Kamelen. Das Geld, welches die Touristen für ihre Tour zahlen, kommt den Familien zugute. So können die Familien in ihrem Gebiet bleiben und sind durch die große Armut nicht gezwungen in die Städte auszuwandern.

Die Organisatoren dieser Seite schreiben folgendes: “ Für unsere Trekkingtouren werden nur befreundete Nomaden aus dem Jebel Bani Gebirge mit ihren eigenen Kamelen angestellt. Auf diese Weise können die Chameliers mit ihren eigenen Tieren zum Unterhalt ihrer Familien beitragen; jeder Chamelier erhält pro Kamel und Tag einen Betrag. Köche und weiteres Begleitpersonal stammen auch aus dem Tafraout-Gebiet. Hafid Benyachou unterstützt hiermit einige Hirtenfamilien sowie Familien, die sich in einer Notlage befinden.

Ihre Buchung bei uns ermöglicht den Nomaden weiter in ihrem Umfeld leben zu können und nicht durch Not in die Städte auszuwandern. Während der Karawane werden sie die besondere Lebensweise, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit der Wüstenbewohner schätzen lernen.

Eine Wüstenwanderung und der Aufenthalt bei Nomaden sind sehr einfach, ohne jeglichen Komfort. Dafür wird der Reisende belohnt von der Herzlichkeit, Offenheit und Spontanität der Wüstenbewohner. Deshalb setzen wir auch voraus, dass unsere Gäste tolerant und flexibel sind, sowie bereit, sich in die Gemeinschaft einzufügen und auch mal Dinge wie Holz sammeln, Wasser holen und Aufräumen übernehmen. Wir möchten auf unseren Wanderungen die Wüste sauber und ohne große Spuren hinterlassen, deshalb werden brennbare Abfälle verbrannt und sonstiger Müll wieder mit nach Zagora genommen und dort entsorgt wird.“

Wenn ihr also auch eure Marokko Reise Plant, unterstützt keinen großen Konzern, der sowohl euch, als auch den Nomaden das Geld aus der Tasche zieht, sondern unterstützt die Nomade, lernt ihre Lebensweise kennen und sammelt die tollsten Erfahrungen eures Lebens. Ich kann euch diese Organisation nur ans Herz legen! ♥

Homepage der Trekking-Organisation

Marokko Reisetagebuch Tag 4

27.3.2016

An diesem Morgen packten wir recht spät unsere Zelte zusammen, erst gegen 9:30 wanderten wir los durch das Tal Richtung Westen. Da ich am Tag vorher nur 30 Minuten auf einem der Dromedare geritten war, ritt ich an diesem Tag ca. 2 Stunden bis wir vor einem Steilen Fels Hang stehen blieben und uns unsere Kamelführer erklärten dass wir an diesem steilen Stück über die Steinhänge nicht reiten konnten. Wir stiegen ab und wanderten den Hang hinter den Kamelen her hinauf. Ich wusste nicht dass Kamele so Gelände-sichere Tiere sind. Der Schmale Pfad war überhaupt kein Problem für die Tiere, trotz den Steinbrocken die den Weg bedeckten.

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Als wir über den Berg waren, sahen wir endlich die lang ersehnte Sandwüste, sie lag in einer Schönheit und Endlosigkeit vor uns und ich bereute zum ersten Mal dass ich meine SLR-Kamera nicht eingepackt hatte.

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Wir wanderten noch ca. 40 Minuten weiter und machten mitten in den heißen, von der Sonne schwarz gefärbten Steine rast.
Nach dem Mittagessen erklärte unser Kamelführer auf Französisch dass wir noch „um die Ecke“ gehen würden. Um die Ecke war im Endeffekt 4.5 Stunden entfernt und ich stieß wirklich an meine Grenzen.

 

Was ich in Marokko nicht hatte war Orientierung und vor allem ein Gefühl für Strecken. Das wandern durch die steinigen Teile der Sahara war eine Geduldsprobe, wir dachten nach dem nächsten Berg würden wir endlich Sand unter den Füßen haben, leider folgten diesem Berg noch weitere 4 Berge. Nach gefühlten 6 Stunden und 50 Grad waren wir endlich am Nachtlager angekommen.

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Wir bekamen zuerst Tee und Wasser, während unsere Kamelführer die Zelte aufbauten.

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Danach wurde das Abendessen gekocht und uns fielen zum ersten Mal die ca. 1.5 CM großen, schwarzen Käfer auf, welche sich auf einmal aus dem Sand buddelten und plötzlich wieder verschwunden waren. Ziemlich eklig, ich habe ich Nachhinein herausgefunden dass es sich um Skarabäen handelte, heilige Käfer. Wir fanden sie trotzdem ziemlich eklig und ich war auch nicht mehr scharf darauf Barfuß im Sand zu gehen.

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Heiliger Pillendreher

 

Am Abend hörten wir lautes Heulen, wir dachten dass es aus den Bergen käme und rätselten was es sein könnte. Nach Überlegungen über Wölfe, Hyänen oder anderen Wüstenfüchsen wurde es uns irgendwie unheimlich und wir fragten unsere Kamelführer. Sie grinsten und erklärten dass es die Dromedar Fohlen seien welche nach ihren Müttern rufen. Hallo Fettnäpfchen, die Touristen wieder.

Marokko Reisetagebuch Tag 2

Hey ihr lieben, erst einmal sorry für die unregelmäßigen Posts, im Moment habe ich meine Praxisphase und somit auch meine Lehrproben. Die erste habe ich jetzt zum Glück hinter mir und somit auch ein bisschen Ruhe und Zeit meine Marokko Aufnahmen zu bearbeiten und mein Reisetagebuch zu bloggen. Auch für die Qualität der Fotos muss ich mich an dieser Stelle noch entschuldigen, da ich meine SRL Kamera zuhause lassen wollte haben wir mit Digicam und Handy fotografiert. 

Unser 2. Tag bzw. erster richtiger Tag in Marokko begann mit einem marokkanischen Frühstück: Fladenbrot, Orangen Marmelade, Pfefferminztee, Eier und frische Orangen. Man muss dazu sagen dass die Marokkaner eigentlich nicht richtig Frühstücken, normal isst man ein bisschen Fladenbrot mit Essig, Öl und Gewürzen, laut unserem Hotelchef.
Urlaub wäre ja langweilig wenn nichts passieren würde. Deshalb bekamen wir den Safe in unserem Zimmer nach dem Frühstück nicht mehr auf und unser Taxi nach Zagora wartete bereits vor dem Riad auf uns. Nach einer Stunde gaben wir auf und mussten irgendwie ohne Reisepässe und Geld die nächsten Tage durchkommen. Der Hotelbesitzer war so nett und gab uns das Geld welches wir am Morgen noch in bar bezahlt hatten zurück, damit wir wenigstens unsere Trekking Tour bezahlen konnten. Glücklicherweise fand meine Tante noch ihre normale Bankkarte in ihrem Gepäck und wir durften am PC des Hotels über unsere Dropbox die Kopien der Reisepässe ausdrucken. Der Hotelchef versprach uns den Safe irgendwie zu knacken bis wir wieder nach Marrakesch zurückkommen und so gingen wir nur mit Reisepasskopien auf die 7 stündige Reise nach Zagora.

Auf der Fahrt konnten wir unser Französisch etwas auffrischen, da unser Taxifahrer nur Französisch sprach. Wir fuhren über den Pass des Atlas, auf welchem noch Schnee lag, 3 Stunden nur Kurven sind nicht so richtig angenehm aber da Ibrahim wirklich vorsichtig fuhr und langsam machte überstanden wir die Fahrt ganz gut.
Die ganze Fahrt durch die Berge waren an jeder Kurve kleine Stände mit Tellern, Töpfen, Edelsteinen und anderen Dingen. In den Tälern wuschen Frauen in Bächen ihre Wäsche und uns kamen große Transporter mit Strohballen auf dem Dach entgegen.
Nach ca. 4 Stunden Fahrt wurde das Land wieder flacher und trockener. Die Menschen hier leben ihn Lehmbauten und kleinen Hütten. Zwischen diesen Häusern stehen riesige prachtvolle Moscheen und Koranschulen, aufwändig verziert mit Mosaik und Ornamenten.

Als wir gegen 15:00 in Zagora ankamen und aus dem Taxi stiegen war es deutlich wärmer als in Marrakesch aber die Menschen saßen in Fleece Jacken und warmen Pullovern in den Straßencafés.
Unser Organisator der Trekking Tour, Hafid, empfing uns am Taxi und stellte uns Mohammed vor, welcher die nächsten 5 Tage gemeinsam mit einem weiteren Mann mit uns durch die Wüste wandern würde und Franziska, welche mit uns die Tour gehen würde. Wir tranken Tee und Hafid erklärte uns den genauen Ablauf der Tour.

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Wir fuhren gemeinsam eine Stunde an den Rand der Steinwüste, starteten mit den Kamelen und wanderten ca. 1 Stunde in die Steinwüste hinein und schlugen dort unser Nachtlager auf. Am Abend machten wir Musik, wir sangen deutsche Lieder, die Berber ihre klassischen Lieder über die Sahara welche sie mit leeren Wasserkanistern begleiteten.
Wir schliefen unter dem Sternenhimmel, und ja, er war wirklich unbeschreiblich!

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Marokko Reisetagebuch, Tag 1

Hey meine Lieben, ich bin seit Samstag Nacht wieder im Lande, und poste euch heute einen kurzen Post von meinem ersten Nachmittag in Marrakech. Viel spass beim lesen meines Reisetagebuches, falls ihr Fragen zu meiner Reise, den Hotels und Touren habt, schreibt mir eine Email: lileosa@gmx.de 🙂 

Tag 1, 24.3.16

Meine Reise begann um 4:00 Uhr morgens mit aufstehen und der Fahrt zum Flughafen München. Ich muss an dieser Stelle ehrlich gestehen dass ich Flugangst habe und der Flug für mich sehr nervenaufreibend und anstrengend war. Wir flogen mit Iberia Airlines nach Madrid und stiegen dort um in den Flieger nach Marrakech.

Unser erstes Riad, die traditionelle Wohn-Art in Marokko, ein großes Haus mit Innenhof welcher meist nach Oben geöffnet ist mit mehreren Zimmern mit Bad, war das Riad Arguerzame.
Dieses Riad organisierte uns auch das Taxi vom Flughafen. Es liegt in den Marktstraßen Marrakeschs, den sogenannten Souks. Unser Gepäck durften wir natürlich nicht selbst tragen, es wurde direkt in unser Zimmer gebracht. Dann kam der Chef und setzte sich mit uns bei einer Kanne marokkanischem Pfefferminztee an den Tisch und zeigte uns auf einem Stadtplan alles wichtige, darunter Restaurants, in welchen wir gut essen gehen konnten ohne uns den Magen zu verderben, Sehenswürdigkeiten und Orte wie Bank, Post und Apotheken. Danach begleitete er uns in unser Zimmer und wir konnten uns erst einmal frisch machen.

Natürlich wollten wir direkt in die Souks schauen und machten uns auf den Weg in das rege Treiben der schmalen Straßen und Gassen Marrakeschs.
Besonders aufpassen muss man bei den viele Rollerfahrern, welche zum Teil sehr schnell durch die Menschenmengen fahren. Am besten man läuft nicht mitten auf den Straßen. Die vielen Händler sprachen uns direkt an, ob wir denn nicht in ihren Laden schauen wollten. Ein freundliches „no, merci“ reichte jedoch während unseres gesamten Urlaubs aus um den Händlern klar zu machen dass man kein Interesse hat.

Wir gingen an diesem Abend früh schlafen, da es am nächsten Morgen um 7 mit dem Taxi nach Zagora weitergehen sollte.